Chronik

Die zahlreichen Turn- und Sportarten in Haspe, ob Handball, Fechten, Fußball, Reiten, Basketball oder Turnen, gehören zu Haspe wie das Pils, der Hasper Maggi und die Zwiebäcke. Die Geschichte der Turn- und Sportvereine ist daher zugleich auch ein Stück Heimatgeschichte.

Nach dem ersten deutschen Turnfest , das 1860 in Coburg ausgetragen wurde, wuchsen überall Turnvereine wie Pilze aus dem Boden. Zu ihnen gehörte auch der Hasper Turnverein von 1860.

Um die Jahrhundertwende begeisterte eine neue Sportart: das Fußballspiel.

1910: erste Bestrebungen einen Fußballverein in Haspe aus der Taufe zu heben; lose Vereinigungen. Die erste "wilde" Fußballmannschaft gründet sich, der FC Haspe 1910.

1911: der erste Verein wird gegründet; der FC Hufeisen Haspe. Der Vereinszusatz "Hufeisen" wurde ausgewählt, da der Verein in der Dorfschmiede von Heinrich Grebe aus der Taufe gehoben worden war. Noch im selben Jahr wird der Verein in FC Harkorten Haspe umbenannt. Die Vereinsfarben sind schwarz-weiß. Aufgrund Ihrer schwarz-weiß gestreiften Trikots wird der FC Harkorten auch die "Zebras" genannt. Erster Spielort ist die Nielandswiese

1912: mit dem FC Union Haspe wird der zweite Fußballverein der Stadt gegründet. Die Vereinsfarben sind grün-weiß. Erster Vorsitzender wird Fritz Engel.

1920: Der FC Union Haspe empfing im ersten internationalen Freundschaftsspiel die niederländische Mannschaft von Wilhelmina-Vooruit Amsterdam. Haspe gewinnt 13:2. Die 1. Mannschaft von Union steigt von der C-Klasse in die B-Klasse auf.

1921: Der FC Union steigt erneut auf und spielt nun in der A-Klasse.

1922: In einem Siegeslauf sondergleichen gelingt Union auch 1922 die Meisterschaft und damit der Aufstieg in die "Liga"

1928: erster Versuch einer Fusion der beiden Hasper Fußballvereine. Diese scheiterte allerdings.

1933: Die Regierung "zwingt" die Sportvereine sich zusammenzuschließen. Turner-Fußballer-Ehen werden geschlossen, halten aber nicht länger als 1 Jahr, so z.B. TuS Jahn Harkorten und Turn- und Sport-Union Haspe.

Die Vereine bauen sich seine eigenen Sportanlagen und weihen diese ein. Am Quambusch entsteht die neue Heimat des FC Harkorten, am Kursbrink die des FC Union.

1934: Union Haspe spielt in der Bezirksklasse Westfalen, der damals zweithöchsten Spielklasse. Gegner ist unter anderem Borussia Dortmund. Union verliert gegen die Borussen mit 1:4 in Dortmund und 2:5 in Haspe und steigt am Saisonende ab. Bereits 1936 gelingt die Rückkehr in die Bezirksklasse. (Tabellen unter "Statistik")

1945: Alle Hasper Sportvereine, darunter der FC Harkorten und FC Union Haspe, schließen sich unter dem Diktat der Allierten zum Zentralsportverein Turn- und Spielvereinigung Haspe zusammen

1946: Die britische Militärregierung gestattet den Vereinen ab April wieder den alten Clubnamen anzunehmen. Der Zentralsportverein "Turn- und Spielvereinigung Haspe" wird aufgelöst, die Hasper Sportvereine erlangen ihre Eigenständigkeit wieder

1951: Die A-Jugend des FC Harkorten unterliegt im Endspiel um die Westfalenmeisterschaft unglücklich mit 0:1 gegen Eintracht Gelsenkirchen

1955: der Wunsch der Hasper Vereine auf Bündelung der Kräfte in Haspe wird immer deutlicher. Die beiden letzten Derbies der Saison 55/56 zwischen Harkorten und Union enden jeweils 1:1

1956: die Fusion der Hasper Vereine gelingt. Am 23. Juli 1956 wird die Gründung des Hasper Sportvereins (HSV) beschlossen. Beteiligt sind der FC Harkorten von 1911, FC Union von 1912 und der Box-Sport-Club von 1949. Die am 25. Juli stattgefundene Feierstunde stand bereits im Zeichen der neuen Vereinsfarben blau-weiß. Am 3. August findet die erste Mitgliederversammlung statt und der Vorstand wird gebildet. 3 Monate später schließen sich die vier Sportabteilungen von Friesen 1860 (Fechten, Handball, Leichtathletik und Tischtennis) dem neuen Hasper Sportverein an. Als Sportstätten dienen dem neuen Verein der Sportplatz am Quambusch (FC Harkorten) und der Sportplatz im Kursbrink (Union). Als Spielstätte der ersten Mannschaft fungiert der Platz am Quambusch.

Die erste tatsächliche HSV-Elf spielt zum Goldjubiläum des TuS 06 Haspe auf dem Höing in Hagen gegen die Vertragsreserve des FC Schalke 04 1:1. Die erste Elf: Gleim, Weber, Scheidt, Obermeit, Schönrock, Gebel, Röwekamp (vom TuS 06), Höfinghoff, Fentner, Dahlhoff, Dembowski und Motz.

Sein allererstes Pflichtspiel bestreitet der "Großverein" Hasper SV am Loheplatz. Gegen die gastgebende SpVg. Hagen 1911 unterliegt man mit 2:3. Am Ende der Saison steigt der HSV aber als souveräner Meister in die Landesliga auf.

Zum Abschluss der Wettkampfzeit 56/57 empfängt der HSV den SV Sodingen vor 6.000 Zuschauern und unterliegt mit 1:3.

1957: der neue HSV wird auf Anhieb Meister der Bezirksklasse und steigt in die Landesliga auf.

1958: Aufstieg in die Verbandsliga (dritthöchste Spielklasse, höchste Amateurklasse) - die Landesliga-Meisterelf: Fiebing, Krugmann, Geilfuß, Herzig, Motz, Obermeit, Schönrock, Gebel, Weber, Werner, Scheidt

Im ersten Verbandsliga-Jahr (damals auch schon Amateur-Oberliga genannt) wirbelt der HSV die Liga gehörig durcheinander. So werden die Sportfreunde Siegen sensationell mit 6:0 vom Quambusch gefegt. Nach Saisonende empfängt man den schwedischen Klub IJK Kristianstad zu einem Freundschaftsvergleich (1:1).

1965: Der HSV spielt die wahrscheinlich beste Saison seiner Vereinsgeschichte. In der dritthöchsten Spielklasse, der Verbandsliga Westfalen belegen die Hasper am Saisonende Platz 3 hinter dem VfL Bochum und dem Lüner SV

1967: Abstieg des HSV aus der Verbandsliga

1972: Freiwilliger Übertritt des HSV aus der "Ruhrgebietsstaffel" in die "Sauerlandstaffel" der Landesliga

1973: dem HSV gelingt sofort nach Übertritt der souveräne Aufstieg und Rückkehr in die Verbandsliga

1976: Abstieg aus der Verbandsliga

1981: Rückkehr in die Verbandsliga. Zur Meistermannschaft gehören: Hartfeld, Hülsenbeck, Schweers, Drenks, Röttgers, Schwenker, Döring, Sirrenberg, Graebe, Sosna, Bulwin, Müller, Haller, Dirks

1988: erneuter Abstieg aus der Verbandsliga nach Relegationsspiel-Niederlage gegen RW Lennestadt (1:9)

1990: Im Oktober wird die neue Sport- und Freizeitanlage (im Volksmund auch: Bezirkssportanlage) auf dem Gelände der ehemaligen Hasper Hütte eröffnet. Eine kombinierte Mannschaft aus Hasper SV / Fortuna Hagen unterliegt dem damaligen Bundesligisten Wattenscheid zur Eröffnung mit 0:2. Die neue Anlage mit einem der ersten Kunstrasenbeläge der Region erweist sich bald als klarer sportlicher Vorteil.

1992: Der Hasper SV empfängt den englischen Erstligisten FC Everton zum Freundschaftsspiel

1993: Rückkehr in die Verbandsliga

1994: Aufstieg in die Oberliga Westfalen (im gleichen Jahr wird die neue Regionalliga eingeführt; deshalb ist die Oberliga die vierthöchste Spielklasse. Nach Platz 3 in der regulären Saison gewinnt der HSV in der Relegation im Lüdenscheider Nattenbergstadion mit 3:2 n.V. gegen RW Lennestadt. Freundschaftsspiele gegen Borussia Dortmund und die weißrussische Mannschaft von Dinamo Minsk werden absolviert

1996: Ausgliederung der Fußballabteilung aus dem Hasper Sportverein. Neuer Vereinsname: Hasper SV Fußball e.V.

1998: Auflösung des Hasper Sportvereins aufgrund finanzieller Probleme und folgender Insolvenz

1999: Abstieg aus der Oberliga. Der HSV schnupperte in der Zwischenzeit sogar am Aufstieg in die Regionalliga (Platzierungen: 5., 3., 2., 5., 15.). Zum Unmut vieler eingefleischter Hasper zog der HSV in dieser Zeit zu Beginn ins Hagener Ischelandstadion um. Zur ewigen Oberligatabelle

2000: Der HSV schafft den Klassenerhalt in der Verbandsliga nach einem 2:0-Sieg n.V. gegen den TuS Sundern im Entscheidungsspiel in Menden.

2001: Abstieg aus der Verbandsliga in die Landesliga. Bis heute spielt der HSV seitdem in dieser Spielklasse.

2007: Der HSV beendet die Landesligasaison auf Platz 2. Das folgende Relegationsspiel gegen BV Brambauer wird 1:3 verloren und die Rückkehr in die Verbandsliga verpasst. Zum Spielbericht

2011: Der HSV beendet die Landesligasaison wie vor 4 Jahren auf Platz 2. In der anschließenden Relegation hat der HSV gleich 2 Chancen auf den Aufstieg. Allerdings werden beide Partien verloren: zunächst mit 1:2 gegen die SpVgg. Vreden in Dorsten und daraufhin mit 1:4 gegen TuS Heven in Dortmund.